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1. Mai 2026

AirPods Max 2 im Test: Kaum Fortschritt im Premium-Segment

Apples neue Premium-Kopfhörer AirPods Max 2 bieten nur minimale Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger. Nach einem Monat Nutzung zeigt sich: Für Besitzer der ersten Generation gibt es wenig Gründe zum Upgrade.

AirPods Max 2 im Test: Kaum Fortschritt im Premium-Segment
© AppleInsider

Apple hat mit den AirPods Max 2 die zweite Generation seiner Premium-Kopfhörer auf den Markt gebracht. Nach einem Monat intensiver Nutzung zeigt sich jedoch: Die Verbesserungen fallen minimal aus – was besonders für Besitzer der ersten Generation ernüchternd sein dürfte.

Äußerlich unverändert

Wer die neuen AirPods Max 2 neben dem Vorgänger sieht, wird Schwierigkeiten haben, die beiden voneinander zu unterscheiden. Apple hat am grundlegenden Design praktisch nichts verändert. Die Premium-Kopfhörer kommen weiterhin in einem edlen Aluminium-Gehäuse mit denselben Bügeln und denselben Ohrpolstern. Selbst die Farboptionen sind identisch geblieben.

Diese Designkontinuität ist nicht unbedingt negativ – die AirPods Max waren und sind hochwertige, elegant gestaltete Kopfhörer. Dennoch hätte man nach mehreren Jahren Entwicklungszeit zumindest kleine optische Auffrischungen oder eine Erweiterung der Farbpalette erwarten können.

Technische Updates: Der H2-Chip macht den Unterschied

Die wichtigste Neuerung findet sich im Inneren: Der H2-Chip ersetzt den H1-Chip der ersten Generation. Diese Aktualisierung soll für verbesserte Klangqualität, effektivere Geräuschunterdrückung und längere Akkulaufzeit sorgen. Doch wie stark fallen diese Verbesserungen in der Praxis aus?

Klangqualität: Subtile Verbesserungen für Audiophile

Die Klangqualität der AirPods Max 2 ist zweifellos hervorragend – aber das war sie beim Vorgänger auch schon. In direkten Vergleichstests zeigen sich nur minimale Unterschiede. Audiophile mögen eine etwas präzisere Klangbühne und feinere Details bei komplexen Aufnahmen bemerken, für den durchschnittlichen Hörer sind die Unterschiede jedoch kaum wahrnehmbar.

Interessanterweise berichten einige Nutzer in Online-Foren sogar von einem etwas "muddigeren" Bass bei den neuen Modellen – ein subjektiver Eindruck, der zeigt, dass selbst vermeintliche Verbesserungen nicht unbedingt von allen als solche wahrgenommen werden.

Active Noise Cancelling: Marginale Fortschritte

Die aktive Geräuschunterdrückung war bereits bei den ersten AirPods Max erstklassig. Bei der zweiten Generation hat Apple nach eigenen Angaben weitere Verbesserungen vorgenommen. Im Alltag sind diese jedoch kaum spürbar. Tieffrequente Geräusche wie Flugzeugdröhnen oder Klimaanlagenrauschen werden weiterhin sehr gut eliminiert, bei Gesprächen oder höheren Frequenzen gibt es nach wie vor Durchlässigkeiten.

USB-C und Akkulaufzeit: Endlich zeitgemäß

Eine der wenigen wirklich sichtbaren Neuerungen ist der Wechsel von Lightning zu USB-C als Ladeanschluss – eine längst überfällige Anpassung an aktuelle Standards. Die Akkulaufzeit bleibt mit rund 20 Stunden bei aktivierter Geräuschunterdrückung und Spatial Audio auf dem Niveau des Vorgängers, was im Premium-Segment durchaus konkurrenzfähig ist.

Die Ladegeschwindigkeit hat sich leicht verbessert, was bei einem Gerät mit solider Akkulaufzeit aber kaum ins Gewicht fällt. Positiv zu vermerken ist, dass die angegebenen 20 Stunden in unseren Tests tatsächlich erreicht wurden.

Spatial Audio und Integration ins Apple-Ökosystem

Die AirPods Max 2 bieten wie der Vorgänger Spatial Audio mit dynamischem Head-Tracking – eine Funktion, die bei entsprechend produziertem Material für ein beeindruckendes räumliches Klangerlebnis sorgt. Auch hier gibt es jedoch keine spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Vorgängermodell.

Die nahtlose Integration in das Apple-Ökosystem bleibt ein starkes Argument für die AirPods Max 2. Das automatische Wechseln zwischen verschiedenen Apple-Geräten, die einfache Einrichtung und die Siri-Integration funktionieren nach wie vor hervorragend.

Fazit: Evolution statt Revolution

Nach einem Monat mit den AirPods Max 2 fällt das Urteil zwiespältig aus. Einerseits handelt es sich um hervorragende Premium-Kopfhörer mit exzellenter Klangqualität, effektiver Geräuschunterdrückung und perfekter Integration in die Apple-Welt. Andererseits bieten sie für Besitzer der ersten Generation kaum überzeugende Gründe für ein Upgrade.

Apple hat bei dieser zweiten Generation den einfachen Weg gewählt und nur minimale Verbesserungen vorgenommen, statt mutige Neuerungen zu wagen. Das ist besonders enttäuschend angesichts des nach wie vor sehr hohen Preispunkts im Premium-Segment.

Für wen lohnen sich die AirPods Max 2?

  • Neukunden im Premium-Segment, die tief in das Apple-Ökosystem eingebunden sind
  • Audiophile, die selbst subtile Klangverbesserungen zu schätzen wissen
  • Nutzer, denen der Wechsel zu USB-C wichtig ist

Für wen lohnt sich das Upgrade nicht?

  • Besitzer der ersten Generation AirPods Max
  • Preisbewusste Käufer, die auf spürbare Innovationen für ihr Geld warten
  • Nutzer, die auch außerhalb des Apple-Ökosystems flexible Kopfhörer suchen

Letztendlich bleiben die AirPods Max 2 hervorragende Kopfhörer – sie hätten jedoch deutlich mehr sein können, wenn Apple den Mut für echte Innovation aufgebracht hätte.